physio-therapien
Antje Detken Link
Dipl. Physiotherapeutin
Craniosacral Therapeutin
Stallikerstrasse 1b / 8908 Bonstetten

Tel.: 044 777 96 00

Aspekte…
Information zur Schleudertrauma-Thematik

Haben Sie kürzlich einen Sturz oder Unfall erlitten
oder leiden schon länger an den Folgen?

Sind Sie entmutigt, weil die bisherigen Therapieversuche
nicht den gewünschten Erfolg brachten?

Aus diesem Grund ist es mir ein Anliegen, sie bereits an dieser Stelle mit einem
statistischen und erfahrungsgestützten Untersuchungsergebnis vertraut zu machen:
Nur ein Viertel der Verletzten hat Beschwerden. Von diesen 25% heilen 60-70%
spontan aus, d.h. sie sind nach wenigen Wochen oder Monaten wieder symptomfrei.
Nur sehr wenige Betroffene haben länger als ein Jahr oder sogar ein Leben lang
Probleme.

Machen sie sich als Verletzte(r) also bewusst: Sie haben gute Chancen, nach
einer fachspezifisch begleiteten Regenerationsphase wieder mit Lebensfreude
und Leistungsfähigkeit in ihren Alltag zurück zu kehren!

Der Unfallmechanismus
Das auffällige – und wohl verunsichernde an dieser Whiplash- Problematik ist,
dass es nicht sehr viel Kraft/ Geschwindigkeit zur Schädigung der Halswirbelsäule
(im nachfolgenden „HWS“ genannt) braucht. Unter Umständen reichen 2.5g
(Gravitations-Kraft-Einheit) für eine Verletzung aus. Das liegt an der speziellen
Beweglichkeit und muskulären Führung unseres oberen Wirbelsäulenabschnittes.
Entgegen der heute verbreiteten Meinung ist der Verletzungsmechanismus nicht
ein Vor- und Zurückschleudern des Kopfes gegen den Hals, sondern eine
S-förmige Verschiebung mit Überstreckung in der unteren HWS, bereits
75ms nach dem Aufprall (Grauer, Panjabi, Cholewicki, Nibu, Dvorak, 1998).

Einwirkungen der persönlichen Lebenssituation
Je unvorbereiteter uns diese Kraft trifft und womöglich noch in einer ohnehin schon
angespannten Lebenssituation (Familie, Beruf, vorbestehende Erkrankungen…),
desto mehr Geduld kann es bei der Ausheilung der Symptomatik brauchen. Wir
benötigen dann vielleicht mehr Zeit, um unsere Ressourcen zu stärken und unsere
Selbstheilungs kräfte zu mobilisieren.

Was wir gemeinsam tun können
In den letzten Jahren haben sich in verschiedenen Behandlungsmethoden spezielle
Konzepte zur Therapie des Nackentraumas entwickelt. Mich hat diese Thematik
schon lange interessiert und ich habe mich deshalb verstärkt in den Bereichen

  • Craniosacral Therapie
  • Physiotherapie
  • Traumabehandlung

auf Behandlungen für Menschen mit Schleudertrauma spezialisiert. Meiner
Erfahrung nach gibt es gute Genesungsverläufe bei Berücksichtigung der
Aspekte dieser Methoden.

Bei der nachfolgenden Beschreibung möchte ich sie darauf hinweisen, dass es
sich hier nur um eine übergreifende Darstellung handelt. Selbstverständlich geht
eine Therapie mit einer individuellen Bedürfnisabklärung und Planung einher!

Phasen der therapeutischen Begleitung:

Akutphase, unmittelbar bis ca. 6 Wochen nach dem Unfall/Ereignis:
Nach einer sorgfältigen Untersuchung und Dokumentation der Beschwerden
durch ihren Arzt gelten in der Therapie folgende Richtlinien:

  • Information des Patienten über den Heilungsverlauf, Bedürfnisabklärung
  • Sie als Patient formulieren ihre Zielsetzungen für den Heilungsverlauf
  • Keine direkte Behandlung an der HWS, um zusätzliche Retraumatisierung
    zu vermeiden und geschädigtes Gewebe in Ruhe heilen zu lassen.

Ein weicher Halskragen wird nach den aktuellen Richtlinien zur Schleudertraumabe-
handlung nicht mehr verordnet, ist u.U. sogar kontraproduktiv. Sollten sie aber
trotzdem das Bedürfnis verspüren, sich so zusätzlich eine gewisse Zeit zu stützen
und zu schützen, fühlen sie sich frei!
(Harte Halskragen werden nur bei knöchernen Verletzungen und Luxationen
abgegeben und dann sind sie vermutlich zunächst stationär betreut.)

  • Entspannungstechniken (z. B. Craniosacral Therapie)
  • Bewusstwerden von Ressourcen und diese täglich anwenden
  • Moderate aktive Therapie bzw. Unterstützung in ihrem aktiven Alltag
  • Medikamente, nach Absprache mit dem Arzt, zu Beginn evtl. hochdosiert

Subakute Phase, ab 6 Wochen bis ca. 3 Monate nach dem Unfall/ Ereignis:

  • Untersuchungen durch Therapeut (oder Arzt) zur Abklärung von
    Dysfunktionen der HWS und Brustwirbelsäule (im nachfolgenden
    „BWS“ genannt), evtl. Konditions- und Koordinationstests und
    Erstellen eines neuen Behandlungsplanes mit Interventionen
    an den eingeschränkten Strukturen.
  • Z.B. Craniosacral Therapie zur Entspannung und Mobilisation
    der tiefliegenden Körperfaszien
  • Ressourcen erkennen und täglich pflegen
  • Aufbau eines Heimprogramms zur Stabilisierung der HWS

Chronische Phase ab 3 Monate nach dem Unfall/ Ereignis:

  • Erfahrungsgemäss stehen zu diesem Zeitpunkt meistens die Einschränkung
    ihrer Aktivitäten im Vordergrund und nicht Funktionseinschränkungen in den
    Wirbelsäulenabschnitten. Hier werde ich als ihre Therapeutin mit ihnen nach
    den Ursachen suchen und den Therapievorschlag entsprechend anpassen.
    Bedeutend ist zu diesem Zeitpunkt, dass sie klar ihre Genesungsziele selber
    formulieren können und selbständig oder mit mir (Therapeut) eine Erfolgskon-
    trolle durchführen. Das kann z.B. in Form eines Tagebuchs geschehen.
  • Häufig erweist es sich als geeignet, mit einem Aufbautraining an Geräten in
    der chronischen Phase zu beginnen. Das hilft ihnen, bei entsprechend an sie
    angepasstem Niveau, widerstandsfähiger und belastbarer zu werden. Seien
    sie unbesorgt: auch wenn das nicht ihre Lieblingssportart ist, sie werden
    sich damit ebenfalls auf ihren Wunsch- Sport vorbereiten!
  • Craniosacral Therapie unter o.g. Aspekten
  • Ressourcen erkennen und täglich pflegen

Ich hoffe, ihnen mit diesen Informationen ein wenig Mut gemacht zu haben.
Es ist mir ein Anliegen, dass sie auch und gerade trotz der vielen Schwierigkeiten,
die auf einen Nackentrauma-Patienten zukommen könnten, voll Vertrauen in ihre
innewohnende Gesundheit an einen Heilungsprozess glauben.
Ersetzen sie Zweifel durch Glauben und übernehmen sie Verantwortung für ihren
Gesundungsprozess! Wir haben immer viele Möglichkeiten, ihre Situation zu
verbessern!

Quelle:

  • Fortbildung „Physiotherapie bei Schleudertrauma“, Maarten Schmitt, Kursleiter,
    Dipl. PT, Dipl. Man. Th., Master of Science, Uni. Utrecht
  • Fortbildung „Craniosacrales Heilen bei Schleudertrauma“, Rein van der Laan,
    Dipl. Physiotherapeut, Craniosacral Therapeut, Lehrer Internat.
    School of Biodynamic Craniosacral Therapy
  • Fortbildung „Traumaheilung“, Dr. Chandana Becker
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Für weitere Fragen wenden sie sich bitte an:

Antje Detken Link
Dipl. Physiotherapeutin
Tel.: 044 777 96 00
Mail: info@craniolink.ch